Weinberg

Lagen

Saarburger Rausch

Einzellage in der Gemeinde Saarburg (Bereich Saar) im Deutschen Anbaugebiet Mosel. Der Name hat nichts mit dem Zustand nach übermäßigem Weingenuss zu tun, sondern leitet sich von der alten Dialektbezeichnung "Rusche" für Geröll bzw. Geröllhalde ab. Die im westlichen Teil nach Südsüdwesten, sowie im Bereich des Kegels nach Süden bis Südosten ausgerichteten Weinberge in 180 bis 300 Meter Seehöhe mit 40 bis 60% Hangneigung umfassen knapp zehn Hektar Rebfläche. Ein Bereich im Zentralhang heißt "Franzens Knüppchen". Die steinigen Böden bestehen aus Grauwacke und Devonschiefer mit Basalt (Diabas) und rötlicher Feinerde. Hier wird ausschließlich Riesling kultiviert. (Quelle: Wein-Plus)

 

Saarburger Kupp

Beliebte und insgesamt sieben Mal vorkommende Einzellagenbezeichnung im deutschen Anbaugebiet Mosel Bereich Saar (in anderen Anbaugebieten kommt der Name nicht vor). Die Bezeichnung leitet sich von "Kuppe" (Berg- oder Hügelspitze) ab.

Gemeinde Saarburg: Der nach Südsüdwesten bis Ostsüdosten ausgerichtete Weinberg mit 40 bis 65% Hangneigung umfasst neun Hektar Rebfläche auf dunklem, humosen Grauschieferboden. Hier wird hauptsächlich Riesling kultiviert. (Quelle: Wein-Plus)

 

Ockfener Bockstein

Einzellage in der Gemeinde Ockfen (Bereich Saar) im deutschen Anbaugebiet Mosel. Funde deuten auf Weinbau zur Römerzeit hin. Über die Herkunft des Namens "Ockfener Bockstein" gibt es zwei Deutungen. Die erste geht auf den Geißbock zurück, dessen Fruchtbarkeit und Zeugungskraft ein Symbol des Dionysos-Kults war. Da Geißböcke oft in Weinbergen beträchtliche Schäden anrichteten, wurden sie bei den so genannten Dionysien dem Gott geopfert und fanden auch häufig in Weinbergs-Namen Eingang. Die zweite Deutung ist jüngeren Datums. In früherer Zeit war im Staatsforst von Trier ein "Freiherr von Bock" als Jäger tätig. Dessen Ansitz war eine Felsengruppe auf dem Bergrücken der Lage. Im Volksmund wurde diese mit "dem Bock sein Stein" bezeichnet, woraus sich dann der Lagenname entwickelte. Die Lage war ehemals in Besitz der preußischen Könige.

Die im westlichen Teil nach Süden, in den zentralen und in einigen östlichen Parzellen nach Südwesten, sowie am östlichen Rand nach Süden ausgerichteten Weinberge in 180 bis 320 Meter Seehöhe mit 35 bis zu 60% Hangneigung umfassen 53 Hektar Rebfläche. Die steinig-grusigen und skelettreichen Devonschiefer- und Grauwackeverwitterungsböden sind mit quarzistischem Sandstein und stellenweise gelblicher Feinerde durchsetzt. Ein Wald auf dem Bergkamm schützt ausgezeichnet vor kalten Fallwinden. Hier wird hauptsächlich der Riesling in großteils noch Einzelpfahlerziehung kultiviert. (Quelle: Wein-Plus)

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